Franz Bauer

Tuba Vibes Project

unerhörte Klänge

Offen für neue Ideen und eine erlebnisreiche musikalische Reise gefallen Christof Grieses Projekte immer wieder durch eine gewisse Unberechenbarkeit. Geprägt von Spontaneität und Freiheit besticht die Musik durch die vielen Ideen und einen enormen Klangreichtum. Immer neu in der Gestaltung sorgen die einzelnen Kompositionen für erstaunliche Perspektiven. Geheimnisvolles steht neben direkten und geraden Melodiefolgen. Spannend entwickelt sich die Begegnung dieser unterschiedlichen Instrumente. Es grooved, beschwört, erheitert, erzählt, herzt und ist spannend. Das Tuba-Vibes Project entstand im März 2004 und hat schon viele Konzerte in den einschlägigen Berliner Jazzclubs (z.B. Schlot, b-flat, Badenscher Hof, etc.) und auf Festivals (z.B. Konzertsommer, Charlottenburger Jazzfestival) mit großem Erfolg beim Publikum gegeben.

Christof Griese – Saxophone und Flöten
Stefan Gocht – Tuba
Franz Bauer – Vibraphon
Leon Griese – Drums

„Das Schaffen des hochprofilierten Berliner Saxophonisten Christof Griese bewegt sich in allen seinen Projekten außerhalb allzu eingefahrener Strecken, erfüllt jedoch gleichwohl alle jazzmäßigen Kriterien: Spannungsreiche improvisatorische Linien gehören ebenso dazu wie klangliche und rhythmische Vielgestaltigkeit in anspruchsvollen und intelligent angelegten Arrangements. Überraschungseffekte sind dabei gewollt, wie auch auf vorliegender, im Mai 2009 live im Berliner Jazzclub ,b-flat` aufgenommener CD.

Außergewöhnlich bereits die Besetzung des Quartetts: Neben Christof Griese, Tenorsaxophon, Saxello, Bassflöte, spielen Stefan Gocht, Tuba, Franz Bauer, Vibraphon, sowie Karoline Körbel, Schlagzeug. Das Projekt entstand bereits im März 2004 und war 2007 für den Jazz & Blues Award Berlin nominiert. In den 13 Titeln der CD, elf aus der Feder Grieses und zwei komponiert von Franz Bauer, entfaltet sich ein äußerst farbiges Klangspektrum.

Christof Griese ist vornehmlich auf dem Tenorsaxophon zu hören, bläst einige Male das soundmäßig dem Sopransaxophon nahestehende Saxello und greift in „French song“ und „Ultramarin“ zur Bassflöte. Auf allen Instrumenten erweist er sich einmal mehr als erstrangiger Interpret mit eigener Stimme und weit gefassten Improvisationspassagen.

Stefan Gocht, in Berlins Jazzszene unbestrittener Meister aller Tieftöner des Blechblasinstrumentariums, demonstriert, dass sich auch auf der Tuba, gemeinhin im Ruf eines schwerfälligen Instruments, flüssiges Spiel gestalten lässt. Seine Soli in z. B. „lmprovisorium“, „Indigo“ oder „No work-song!“ bezeugen zudem seine hervorragenden Fähigkeiten zu ausgreifender Ideenfindung.

Vibraphonist Franz Bauer ist ein Vertreter den dahin getupfte Passagen und klanglich schwebende Transparenz mit überzeugender Ideengestaltung auszeichnet. Schlagzeugerin Karoline Körbel ist eine Entdeckung: Sie beherrscht ein umfassendes Spektrum von sensitiv begleitendem Spiel bis zum kraftvollen Drive, zeigt sich auch in ihren Soli wie in „Schoyblish cues“ von hoher Kompetenz.

Das überaus auch dynamisch wechselreiche Erscheinungsbild der Aufnahmen reicht vom lyrischschwebendem Sound im Startertitel „Zwielicht“ bis zu energetischen Klangbildern in Stücken wie z. B. „Touching“ oder „lndigo“. Das Quartett erreicht eine jede Schwerlastigkeit vermeidende beispielhafte Transparenz im Zusammenspiel, das sich zudem wie die solistischen Beiträge durch hörbare Spontaneität auszeichnet. Eine CD von ideenmäßig und interpretatorisch außergewöhnlichem Format.“

Gerhard Hopfe (Jazz Podium 7/8/2010)